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Schutz vor Manipulation

Sichere Zuhaltung für Ihre Maschine

Werden Schutzeinrichtungen manipuliert, kann das zu schweren Unfällen oder Maschinenschäden mit rechtlichen und finanziell schwer zu kalkulierenden Risiken führen. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie die Ursachen erkennen und Manipulationen vermeiden können.

Warum finden Manipulationen an Maschinen und Anlagen statt?

Dass Schutzeinrichtungen an Maschinen von den Nutzern manipuliert werden, ist keine Seltenheit. Am häufigsten betroffen sind bewegliche, trennende und mechanische, nicht bewegliche Schutzeinrichtungen.

Warum die Maschinenbetreiber und Bediener von Maschinen diese manipulieren und damit ihre Mitarbeiter in Gefahr bringen, hat vielfältige Gründe. Schnelleres Arbeiten, Bequemlichkeit, Zeit- und Leistungsdruck, schlechte Ergonomie oder Erleichterung von Betriebsarten können mögliche Motive sein. Die Folge sind Unfälle – von leichten Verletzungen bis hin zum Todesfall.

 

Manipulationsreize müssen beseitigt werden!

Als Automatisierungsexperte und Hersteller von sicheren Schutzeinrichtungen ist es unser Anliegen, Mensch, Umwelt und Anlagenwerte zu schützen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn Maschinen bestimmungsgemäß eingesetzt und Schutzeinrichtungen nicht manipuliert werden.

 

Wie kann man Manipulationen entgegenwirken?

Als erstes muss der Anreiz zur Manipulation erkannt werden. Schlechte Benutzerfreundlichkeit der Maschinen stellt einen Anreiz dar. Als Hilfsmittel zur Ermittlung des Manipulationsanreizes kann das vom IFA (Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung) erstellte Bewertungsschema herangezogen werden. Es zeigt systematisch potentielle Schwachstellen sowie Möglichkeiten zur Beseitigung auf.

 Bewertungsschema für die Ermittlung des Manipulationsanreizes

 Bewertungsschema für die Ermittlung des Manipulationsanreizes

Maschinenhersteller und -betreiber haften für die Folgen von Manipulationen

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, das Schutzkonzept zeitgleich mit der Entwicklung der Maschine zu planen. Hierunter fallen:

  • Anforderungen im Lastenheft festlegen
  • Schutzkonzept und Maschinenfunktion parallel entwickeln
  • Manipulationsanreiz ermitteln
  • Schutzkonzept optimieren
  • Wirksamkeit der Reduzierung des Manipulationsanreizes überprüfen 

Ermitteln Sie bereits in der Planungsphase einer Maschinenkonstruktion alle Betriebsarten an der Maschine und entwickeln Sie hierfür geeignete Schutzkonzepte. Änderungswünsche lassen sich in dieser frühen Phase noch ohne großen Aufwand berücksichtigen.

Bei bereits in Verkehr gebrachten Maschinen sollten Sie in regelmäßigen Abständen Situationsbeschreibungen und eine Ursachenanalyse vornehmen. Sowohl der Vertrieb als auch das Wartungspersonal können beurteilen, ob ein Manipulationsanreiz besteht oder eine konkrete Manipulation einer Schutzeinrichtung bereits vorliegt.

Wurde die Manipulation ermittelt, müssen zunächst die Beweggründe hierfür festgestellt und das Sicherheitskonzept verbessert werden. Tauschen Sie Schutzeinrichtungen, die die gleiche Funktion erfüllen, einfach aus (z. B. eine Schutztür gegen ein Lichtgitter, falls dieses geeigneter ist). Antriebssteuerungen mit integrierten Sicherheitsfunktionen können zusätzlich installiert werden.

Um die Manipulation von Schutzeinrichtungen zu verhindern, ist nicht nur der Maschinenbetreiber, sondern auch der Maschinenhersteller gefordert. Für den gesamten Lebenszyklus einer Maschine gibt es Rechtsgrundlagen, die Verantwortlichkeiten und Haftung regeln.

In Europa ist die Manipulation von Schutzeinrichtungen explizit verboten und strafbar. Der Hersteller haftet für die Produktions-, Fabrikations- und Instruktionsfehler, der Betreiber für mögliche Personenschäden.  

Gerne beraten wir Sie dazu, wie Sie Manipulationen von Schutzeinrichtungen an Maschinen und Anlagen verhindern können. Unser Dienstleistungsangebot reicht von der Risikobeurteilung bis hin zur Konformitätserklärung.


Weitere Informationen:

Dienstleistungsangebot Maschinensicherheit

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